Zum Inhalt springen
unterHUNDs – Hundeschule und Verhaltenstherapie im Saarland Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Soziale Hunde · Saarland

Therapiehunde-Ausbildung im Saarland

Im Einzeltraining. Mit sieben Fachsparten für dein Einsatzfeld.

Ein Therapiebegleithund arbeitet dort, wo Sprache nicht mehr trägt – in der Psychiatrie, in der Palliativversorgung, in der Neuroreha, in der Kinder- und Jugendhilfe. Das funktioniert aber nur, wenn beide Seiten vorbereitet sind: du fachlich, und dein Hund emotional.

Genau darauf bilden wir aus. Ausschließlich im 1:1-Setting, mit verbindlichem Eignungstest und einem Theoriebereich, der sich nicht auf Allgemeinplätze beschränkt.

Therapiebegleithund im Einsatz mit einer Klientin – Therapiehunde-Ausbildung unterHUNDs Saarland

Das Wichtigste auf einen Blick

Aufbau

  • 8 Praxismodule im Einzeltraining, je 2 Stunden – kein Gruppenkurs
  • 12 Einsatzformen als eigenes Pflichtmodul – von passiver Präsenz bis Mobilisation
  • Realeinsätze mit Supervision bei Kooperationspartnern

Vorab und Abschluss

  • Kostenloser Eignungstest vor Beginn – auch wenn du danach nicht buchst
  • Abschlussprüfung mit Zertifikat
  • Bestanden wird ab 80 Prozent, und zwar in jedem Teilbereich einzeln

Theorie und Kosten

  • 7 Fachsparten in der Lernplattform: Psychiatrie, Palliativ, Kinder, Geriatrie, Neuroreha, Akutklinik, Eingliederungshilfe
  • 1.090 € einmalig oder 8 Raten à 145 €

Therapiehund, Therapiebegleithund, Besuchshund – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen. Für deine Entscheidung ist der Unterschied aber wichtig, denn er bestimmt, welche Ausbildung zu dir passt.

Therapiebegleithund ist der fachlich präzisere Begriff für das, was viele „Therapiehund“ nennen. Er drückt aus, worauf es ankommt: Der Hund ist nicht der Therapeut. Er begleitet einen Menschen, der mit ihm arbeitet – innerhalb eines Prozesses mit Ziel und Dokumentation.

Besuchshund bedeutet Begegnung ohne Behandlung: Besuche im Pflegeheim, im Hospiz, in Einrichtungen. Die Anforderungen an Wesen und Belastbarkeit des Hundes sind ähnlich hoch – der fachliche Rahmen ist ein anderer.

Assistenzhund ist etwas grundlegend anderes. Er lebt bei einem Menschen mit Behinderung, erbringt für ihn individuelle Leistungen und hat seit 2021 ein gesetzlich verankertes Zutrittsrecht. Dein Therapiebegleithund hat dieses Zutrittsrecht nicht – der Zugang zu einer Einrichtung läuft immer über deren Hausrecht und Hygienekonzept.

Wenn du unsicher bist, welche Richtung zu dir passt: Ruf uns an, bevor du buchst. Wir sagen dir ehrlich, was passt – auch wenn das die günstigere Ausbildung ist. Zur Besuchshundeausbildung · Zur Schulhundeausbildung

Zielgruppe

Für wen diese Ausbildung gedacht ist

Besonders empfohlen für Menschen mit fachlichem Einsatzfeld:

  • Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, Logopäd:innen
  • Psychotherapeut:innen und psychologische Fachkräfte
  • Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte, Palliativ- und Hospizfachkräfte
  • Ärztinnen und Ärzte, Kliniken und Rehaeinrichtungen
  • Heilpädagog:innen, Sozialpädagog:innen, Fachkräfte der Eingliederungshilfe
  • Heilpraktiker:innen für Psychotherapie
  • Teams, die mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten gemeinsam eingesetzt werden

Und wenn du keinen dieser Berufe hast?

Dann kannst du die Ausbildung trotzdem machen – „Therapiehund“ ist in Deutschland kein geschützter Begriff, und es gibt keine gesetzliche Zugangsregelung. Wir sagen dir aber offen, was das bedeutet: Ohne fachliches Einsatzfeld wirst du in Einrichtungen überwiegend Besuchsarbeit machen, und dafür ist der Besuchshund das passendere und deutlich günstigere Angebot.

Sprich uns im Vorgespräch darauf an. Wir beraten dich danach, was du vorhast – nicht danach, was teurer ist.

Voraussetzungen für deinen Hund

  • Freiwilliges Interesse an fremden Menschen – nicht bloßes Dulden
  • Gute Erregungsregulation: kann sich nach Aufregung wieder herunterfahren
  • Sozialverträglich gegenüber Menschen und Hunden
  • Keine Angst- oder Aggressionsproblematik
  • Gesundheitlich unauffällig, insbesondere schmerzfrei
  • Aktueller Impf- und Entwurmungsstatus

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Ein Hund, der Kontakt aushält, ist nicht geeignet. Geeignet ist ein Hund, der Kontakt sucht und dabei entspannt bleibt. Genau das prüfen wir im Eignungstest – vorher, nicht hinterher. Fällt der Test negativ aus, sagen wir das klar und begründet und besprechen Alternativen mit dir.

Zum Alter: je früher, desto besser

Es gibt kein Mindestalter für den Ausbildungsbeginn – im Gegenteil. Junge Hunde gewöhnen sich deutlich leichter an Rollstühle, Gehhilfen, Piepgeräusche, glatte Böden und ungewohnte Bewegungsmuster als erwachsene. Was ein Welpe nebenbei mitnimmt, kostet einen fünfjährigen Hund oft Monate.

Beim Prüfungszeitpunkt sieht es anders aus. Formal sind 12 Monate die untere Grenze, empfehlen würden wir aber eher 18 Monate. Und selbst das ist keine feste Zahl, sondern eine Frage der Reife: Ein Berner Sennenhund ist mit 18 Monaten meistens noch nicht so weit, ein mittelgroßer Hund oft schon deutlich früher.

Wann dein Hund geprüft wird, entscheiden wir deshalb nach ihm – nicht nach dem Kalender. Bis dahin bauen wir in Ruhe auf, altersgerecht und ohne Leistungsdruck.

Praxis

Die 8 Praxismodule

Jedes Modul umfasst zwei Stunden begleitetes Einzeltraining vor Ort. Dazu kommen die Theorieeinheiten und deine eigene Vor- und Nachbereitung.

  • Modul 1 – Basistraining

    2 Std.

    Signale, ruhiges Liegen auf der Decke, Impulskontrolle, Orientierung am Menschen.

  • Modul 2 – Alltagstransfer

    2 Std.

    Rollatoren, Rollstühle, fremde Umgebungen, Türsituationen, Arbeiten unter Ablenkung.

  • Modul 3 – Einsatzsimulation

    2 Std.

    Ungewöhnliche Bewegungen, enge Räume mit Publikumsverkehr, verlässlicher Rückzug auf Signal.

  • Modul 4 – Zielgruppenspezifisches Training

    2 Std.

    Nähe und Distanz dosieren, medizinische Hilfsmittel, unkontrollierte Bewegungen, plötzliche Laute.

  • Modul 5 – Therapeutische Einbindung

    2 Std.

    Apportieren kleiner Gegenstände, Signale für Kontakt und Pause, Mitarbeit in Übungen.

  • Modul 6 – Einsatzsicherheit und Hygiene

    2 Std.

    Umgang mit Erschreckern, Hygieneroutinen im Einsatz, Abläufe für den Notfall.

  • Modul 7 – Supervision im Einsatz

    2 Std.

    Begleiteter Realeinsatz in einer Einrichtung, mit Auswertung und schriftlicher Reflexion.

  • Modul 8 – Prüfungsmodul

    2 Std.

    Praktischer Teil, theoretischer Teil und Fachgespräch.

Theorie

Sieben Fachsparten – für jedes Einsatzfeld ein eigenes Modul

Die meisten Ausbildungen behandeln „Zielgruppen“ in einem Kapitel. Bei uns bekommst du für jedes Einsatzfeld ein eigenes, ausgearbeitetes Fachmodul – mit den Störungsbildern, die dir dort begegnen, der passenden Einsatzgestaltung, den Sicherheitsrisiken und der tatsächlichen Studienlage.

Psychiatrie, Trauma und PTBS

traumasensible Einsatzgestaltung, Dissoziation, Abbruchkriterien

Schmerz, Palliativ und Lebensende

chronischer Schmerz, Onkologie, Hospiz, Sterbebegleitung

Kinder und Jugendliche

ADHS, Autismus-Spektrum, Bissprävention

Geriatrie und Demenz

Demenzformen, Kommunikation, Sturzprävention

Neurologie und Rehabilitation

Schlaganfall, Aphasie, Querschnittlähmung

Akutklinik und postoperative Genesung

Mobilisation, Kardiologie, Notaufnahme

Behinderung und Eingliederungshilfe

Selbstbestimmung, Leichte Sprache, Einwilligung bei Betreuung

Jede Fachsparte endet mit einem geprüften Quellenverzeichnis und einem Abschnitt darüber, was die Forschung nicht hergibt. Das klingt ungewöhnlich für eine Verkaufsseite – ist aber genau das, was dir später hilft, wenn eine Klinik oder Pflegedienstleitung kritisch nachfragt.

Welche Fachsparten für dich relevant sind, richtet sich nach deinem Einsatzfeld. Das legen wir gemeinsam fest.

Lernplattform

Was sonst noch drin ist

Speziell für den Therapiehund – 5 Module

Settings und Zielgruppen · Hygiene vertieft · Dokumentation und Protokolle · Zusammenarbeit im therapeutischen Team · Interaktionsformen. Dazu die 7 Fachsparten nach Einsatzfeld.

Grundlagen für jeden sozialen Hundeeinsatz – 5 Module

  • Einsatzformen: Was der Hund konkret tut – zwölf Einsatzformen von der reinen Anwesenheit über Kontaktliegen, Bürsten und Signalarbeit bis zum gemeinsamen Gehen, jeweils mit Aufbau, Dosierung und Abbruchkriterien
  • Rechtliche Grundlagen und Haftung
  • Hygiene im Einsatz
  • Wirkung, Stress und Einsatzgestaltung
  • Erste Hilfe am Hund

Übergreifende Themen – 7 Module

Ethik und professionelle Haltung · Kommunikation und Gesprächsführung · Teambindung und Reflexion · Rückzug, Ruhe und Regeneration · Plan B und Improvisation · Kosten, Ressourcen und Abrechnung · Sinnvolle Tricks im sozialen Einsatz

Musterdokumente zum direkten Verwenden

Einwilligungserklärungen · Einsatzprotokolle · Kooperationsvereinbarung · Hygienekonzept · Gesundheitspass

In jedem Paket enthalten: das Fachwissen über den Hund

Diese fünf Module beantworten das Warum hinter allen Einsatzregeln. Sie sind die Grundlage für eigene Entscheidungen in Situationen, für die es keine Checkliste gibt.

Ethologie und Sozialverhalten
Verhalten verstehen statt deuten: Domestikation, Entwicklung, Ausdrucksverhalten, Distanzregulation, Hund-Hund-Kommunikation

Lernverhalten und Trainingsgrundlagen
Konditionierung, Verstärker, Timing, Signalaufbau, Generalisierung und die einsatzrelevanten Kernfertigkeiten

Anatomie, Physiologie und Sinnesleistungen
Körperbau, Sinne, Vitalparameter, Thermoregulation und Altersveränderungen, mit direktem Bezug zu Böden, Räumen und Einsatzdauer

Herkunft, Aufzucht, Haltung und Alltag
Sozialisierungsphase, Haltungsrecht, Schlafbedarf, Fütterung und die Belastungsbilanz über Woche und Jahr

Eignung, Auswahl und Einsatzkriterien
Kernmerkmale, Ausschlusskriterien, Setting-Passung, laufende Überprüfung, Karriereende und Nachfolge

Warum ausschließlich Einzeltraining

Therapiebegleithundearbeit ist Individualarbeit. Jedes Team hat einen anderen Hund, ein anderes Einsatzfeld, eine andere Klientel. Ein standardisierter Wochenendkurs bildet das nicht ab – er produziert Zertifikate, aber keine Einsatzkompetenz. Bei uns heißt das konkret:

  • Du trainierst von Anfang an nur mit deinem Trainer und deinem Hund
  • Das Tempo richtet sich nach eurem Stand, nicht nach einem Kursplan
  • Die Inhalte werden auf dein tatsächliches Einsatzfeld zugeschnitten
  • Reale Einsätze werden nachbesprochen und ausgewertet
  • Fehler bearbeiten wir im geschützten Rahmen, nicht vor einer Gruppe

Und der Preis? Einzeltraining gilt gemeinhin als das teure Format. Bei uns ist es das nicht, weil wir mit einem festen Team angestellter Trainerinnen und Trainer arbeiten – dadurch ist Einzelbetreuung kein Aufpreis, sondern der Standard. Du zahlst also nicht dafür, dass wir uns Zeit nehmen. Du zahlst für acht Module, den Eignungstest, begleitete Realeinsätze, die Prüfung und den vollen Zugang zur Lernplattform.

Ablauf

  1. Unverbindliche Anfrage und Vorgespräch
  2. Verbindlicher Eignungstest
  3. Individuelle Ausbildungsplanung
  4. Die 8 Module im Einzeltraining, parallel dazu die Theorie
  5. Realeinsätze mit Supervision
  6. Abschlussprüfung – Praxis, Theorie, Fachgespräch
  7. Zertifikat und schriftliche Dokumentation

Ort: Saarland, an unseren Standorten sowie bei Kooperationspartnern in Therapie- und Pflegeeinrichtungen. Bestanden wird ab 80 Prozent, und zwar in jedem Teilbereich einzeln.

Kosten und Leistungen

Einmalzahlung 1.090 € oder 8 Monatsraten à 145 € (gesamt 1.160 €). Inklusive:

  • Eignungstest
  • 8 Ausbildungsmodule im Einzeltraining
  • Realeinsätze mit Supervision
  • Abschlussprüfung und Zertifikat
  • schriftliche Dokumentation
  • voller Zugang zur Lernplattform inklusive aller Fachsparten und Musterdokumente

Zusatzstunden bei Bedarf: 60 € pro Stunde. Der Eignungstest ist kostenlos und steht vor allem anderen. Erst wenn er positiv ausfällt und du dich entscheidest, entstehen Kosten.

Was unser Zertifikat ist – und was es nicht ist

Hier bleiben wir deutlich, weil in diesem Markt viel mit Begriffen gearbeitet wird.

Was es ist: ein Zertifikat der Hundeschule unterHUNDs auf Basis einer dokumentierten Ausbildung mit definiertem Curriculum, Eignungstest und Abschlussprüfung. Es weist gegenüber Einrichtungen, Arbeitgebern und Versicherern nach, was du absolviert hast.

Was es nicht ist: eine staatliche Anerkennung. Die gibt es für Therapiebegleithunde in Deutschland nicht – der Begriff ist rechtlich nicht geschützt, ein bundesweit verbindlicher Standard existiert nicht. Wer dir eine „staatlich anerkannte Therapiehundeausbildung“ verkauft, verkauft dir eine Formulierung.

Was daraus folgt: Ob dein Team in einer Einrichtung eingesetzt werden darf, entscheidet immer die Einrichtung. Wir bereiten dich darauf vor, genau dieses Gespräch fachlich führen zu können – dafür gibt es das Modul Zusammenarbeit und die Musterunterlagen.

Warum unterHUNDs

Was es bei uns nicht gibt:

  • keine Gruppenkurse
  • keine Wochenend-Zertifikate
  • keine Wirkungsversprechen, die wir nicht belegen können

Was es dafür gibt:

  • ausschließlich 1:1-Begleitung
  • verbindlicher Eignungstest als Qualitätsgrundlage
  • sieben Fachsparten mit geprüftem Quellenapparat
  • Realeinsätze in echten Einrichtungen
  • Tierschutz als eigenes Thema, nicht als Fußnote

Wir bilden nicht für die Prüfung aus, sondern für die Jahre danach. Bestehen wirst du – daran arbeiten wir gemeinsam. Woran wir uns aber wirklich messen lassen: ob du in zwei Jahren noch sicher im Einsatz stehst und dein Hund es gesund und gern mitmacht.

Anmeldung und Beratung

Der Einstieg ist immer derselbe: Vorgespräch, Eignungstest, ehrliche Einschätzung. Da wir ausschließlich im Einzeltraining arbeiten, betreuen wir nur wenige Teams gleichzeitig. Eine frühzeitige Anfrage ist deshalb sinnvoll.

Jetzt unverbindlich anfragen

06861 9086823 · 0171 6135132
Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr

Häufige Fragen zur Ausbildung sozialer Hunde · Unser Trainerteam · Curriculum · Prüfungsordnung