Aufbau
- 5 Praxismodule im Einzeltraining, je 2 Stunden – kein Gruppenkurs
- praxisnahe Vorbereitung auf den echten Schulalltag
Soziale Hunde · Saarland
Im Einzeltraining. Mit allem, was du für die Genehmigung brauchst.
Ein Schulhund kann Ruhe in eine Klasse bringen, Kinder zum Sprechen bewegen, die vorher geschwiegen haben, und den Vormittag für alle erträglicher machen. Damit das gelingt, braucht es aber mehr als einen freundlichen Hund.
Es braucht ein Team, das im Klassenraum sicher ist – und einen Menschen, der Schulleitung, Eltern und Schulträger fachlich überzeugen kann. Auf beides bilden wir aus.
Das Wichtigste auf einen Blick
Bevor der erste Hund die Klasse betritt, müssen mehrere Stellen zustimmen. Schulrecht ist Ländersache, und die Anforderungen unterscheiden sich – in der Praxis brauchst du fast immer:
Genau das ist der Teil, an dem die meisten Projekte scheitern – nicht am Hund, sondern am Papier. Deshalb ist es bei uns Ausbildungsinhalt und kein Anhang: Du bekommst Musterkonzept, Elterninformation, Hygieneplan und die fachlichen Argumente, die du im Gespräch mit der Schulleitung brauchst. Die Entscheidung trifft am Ende immer deine Schule. Wir sorgen dafür, dass du gut vorbereitet in dieses Gespräch gehst.
Voraussetzung ist, dass du selbst im schulischen Umfeld tätig bist. Der Hund erweitert deine pädagogische Arbeit – er ersetzt sie nicht.
Du willst eher in soziale Einrichtungen statt in die Schule? Dann ist die Besuchshundeausbildung der passendere und günstigere Weg. Für therapeutische Settings mit Behandlungsziel gibt es die Therapiehundeausbildung.
Voraussetzungen
Ein Hund, der Kinder aushält, ist nicht geeignet. Geeignet ist ein Hund, der Kinder mag und dabei entspannt bleibt.
Zum Alter
Je früher, desto besser. Für den Ausbildungsbeginn gibt es kein Mindestalter. Junge Hunde gewöhnen sich viel leichter an Kinderstimmen, Stühlerücken, Ranzen, Pausenklingel und hektische Bewegungen als erwachsene.
Beim Prüfungszeitpunkt sieht es anders aus: Formal sind 12 Monate die untere Grenze, empfehlen würden wir eher 18 Monate. Auch das ist keine feste Zahl, sondern eine Frage der Reife – ein Berner Sennenhund ist mit 18 Monaten meistens noch nicht so weit, ein mittelgroßer Hund oft deutlich früher.
Der Eignungstest ist bei uns kostenlos – auch dann, wenn danach keine Buchung zustande kommt. Fällt er negativ aus, sagen wir dir das klar und begründet und besprechen Alternativen mit dir. Ohne Rechnung, ohne Überredungsversuch.
Praxis
Jedes Modul umfasst zwei Stunden begleitetes Einzeltraining vor Ort. Ist keine Schule verfügbar, arbeiten wir mit vorbereiteten Räumen, Schulmaterialien und realistischen Szenarien.
Modul 1 – Basistraining
2 Std.
Signale, ruhiges Liegen auf der Decke, Impulskontrolle, Orientierung am Menschen.
Modul 2 – Alltagstransfer
2 Std.
Fremde Umgebungen, Türsituationen, Stimmengewirr, Arbeiten unter Ablenkung.
Modul 3 – Einsatzsimulation
2 Std.
Enge Räume mit Publikumsverkehr, ungewohnte Bewegungen, verlässlicher Rückzug auf Signal.
Modul 4 – Pädagogischer Einsatz
2 Std.
Kindersituationen: schnelle Bewegungen, schrille Rufe, Begrüßung durch mehrere Kinder, Rituale, Vorlesesituation, Selbstregulation bei Reizüberflutung.
Modul 5 – Prüfungsmodul
2 Std.
Praktischer Teil, theoretischer Teil und Fachgespräch – der einzige Prüfungszeitpunkt.
Lernbereich
Kindersicherheit und Regeln
Regeln im Klassenraum, Annäherung, Rituale, Rückzugsorte
Schulalltag und Stressmanagement
Reizlage Schule, Einsatzdauer, Abbruchkriterien, Regeneration
Aufsicht und Verantwortung
Aufsichtspflicht, Haftung, Zusammenarbeit im Kollegium, Elternkommunikation
Pädagogik
Didaktik, Ziele, sinnvolle Einbindung in den Unterricht
Ängste und Allergien
der Umgang mit dem Kind, das Angst hat, und mit dem, das nicht darf
Diese fünf Module beantworten das Warum hinter allen Einsatzregeln. Sie sind die Grundlage für eigene Entscheidungen in Situationen, für die es keine Checkliste gibt.
Ethologie und Sozialverhalten
Verhalten verstehen statt deuten: Domestikation, Entwicklung, Ausdrucksverhalten, Distanzregulation, Hund-Hund-Kommunikation
Lernverhalten und Trainingsgrundlagen
Konditionierung, Verstärker, Timing, Signalaufbau, Generalisierung und die einsatzrelevanten Kernfertigkeiten
Anatomie, Physiologie und Sinnesleistungen
Körperbau, Sinne, Vitalparameter, Thermoregulation und Altersveränderungen, mit direktem Bezug zu Böden, Räumen und Einsatzdauer
Herkunft, Aufzucht, Haltung und Alltag
Sozialisierungsphase, Haltungsrecht, Schlafbedarf, Fütterung und die Belastungsbilanz über Woche und Jahr
Eignung, Auswahl und Einsatzkriterien
Kernmerkmale, Ausschlusskriterien, Setting-Passung, laufende Überprüfung, Karriereende und Nachfolge
Ethik und professionelle Haltung · Kommunikation und Gesprächsführung · Teambindung und Reflexion · Rückzug, Ruhe und Regeneration · Plan B und Improvisation · Kosten, Ressourcen und Abrechnung · Sinnvolle Tricks im sozialen Einsatz
Einwilligungserklärungen · Einsatzprotokolle · Kooperationsvereinbarung · Hygienekonzept · Gesundheitspass
Was wir dir nicht verschweigen
Lautstärke, schnelle Bewegungen, viele Menschen gleichzeitig, wenig Rückzugsmöglichkeit – die Fachliteratur zum Wohlbefinden von Einsatzhunden zeigt, dass gerade Gruppen mit jüngeren Kindern zu den belastenderen Settings gehören.
Das ist kein Grund, es zu lassen. Es ist ein Grund, es richtig zu machen: begrenzte Einsatzzeiten, ein Rückzugsort, den kein Kind betreten darf, klare Abbruchkriterien und eine ehrliche Belastungsbilanz über die Woche.
Genau dafür gibt es bei uns ein eigenes Modul – und deshalb steht dieser Absatz hier auf der Angebotsseite und nicht im Kleingedruckten.
Warum ausschließlich Einzeltraining
Jede Schule ist anders. Eine Grundschulklasse mit 26 Kindern stellt völlig andere Anforderungen als eine Förderschulgruppe mit sechs. Ein standardisierter Wochenendkurs bildet das nicht ab – er produziert Zertifikate, aber keine Einsatzkompetenz.
Und der Preis? Einzeltraining gilt gemeinhin als das teure Format. Bei uns ist es das nicht, weil wir mit einem festen Team angestellter Trainerinnen und Trainer arbeiten – dadurch können wir Einzelbetreuung zu Konditionen anbieten, für die du anderswo einen Gruppenkurs bekommst.
Ort: Saarland, an unseren Standorten sowie bei schulischen Kooperationspartnern. Bestanden wird ab 80 Prozent, und zwar in jedem Teilbereich einzeln.
Einmalzahlung 749 € oder 5 Monatsraten à 160 € (gesamt 800 €). Inklusive:
Zusatzstunden bei Bedarf: 60 € pro Stunde. Der Eignungstest ist kostenlos und steht vor allem anderen. Erst wenn er positiv ausfällt und du dich entscheidest, entstehen Kosten.
Was es ist: ein Zertifikat der Hundeschule unterHUNDs auf Basis einer dokumentierten Ausbildung mit definiertem Curriculum, Eignungstest und Abschlussprüfung. Es weist gegenüber Schulleitung, Schulträger, Eltern und Versicherung nach, was du absolviert hast – und es ist in vielen Fällen genau das Papier, das für die Genehmigung verlangt wird.
Was es nicht ist: eine staatliche Anerkennung. Die gibt es für Schulhunde in Deutschland nicht – der Begriff ist rechtlich nicht geschützt, einen bundesweit verbindlichen Standard gibt es nicht. Wer dir eine „staatlich anerkannte Schulhundeausbildung“ verkauft, verkauft dir eine Formulierung.
Was daraus folgt: Ob dein Hund in deine Schule darf, entscheidet deine Schule. Wir sorgen dafür, dass du mit einem tragfähigen Konzept und guten Argumenten in dieses Gespräch gehst.
Was es bei uns nicht gibt:
Was es dafür gibt:
Wir bilden nicht für die Prüfung aus, sondern für die Jahre danach. Bestehen wirst du – daran arbeiten wir gemeinsam. Woran wir uns aber wirklich messen lassen: ob dein Hund den Schulalltag in zwei Jahren noch gesund und gern mitmacht.
Der Einstieg ist immer derselbe: Vorgespräch, kostenloser Eignungstest, ehrliche Einschätzung. Du gehst kein Risiko ein – wenn dein Hund für den Schulalltag nicht geeignet ist, erfährst du das, bevor du einen Cent ausgibst.
Kostenlosen Eignungstest anfragen
06861 9086823 ·
0171 6135132
Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr
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