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unterHUNDs – Hundeschule und Verhaltenstherapie im Saarland Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Soziale Hunde · Saarland

Ausbildung zum Schulhund im Saarland

Im Einzeltraining. Mit allem, was du für die Genehmigung brauchst.

Ein Schulhund kann Ruhe in eine Klasse bringen, Kinder zum Sprechen bewegen, die vorher geschwiegen haben, und den Vormittag für alle erträglicher machen. Damit das gelingt, braucht es aber mehr als einen freundlichen Hund.

Es braucht ein Team, das im Klassenraum sicher ist – und einen Menschen, der Schulleitung, Eltern und Schulträger fachlich überzeugen kann. Auf beides bilden wir aus.

Schulhund liegt ruhig neben Schülerinnen im Klassenzimmer – Schulhund-Ausbildung unterHUNDs Saarland

Das Wichtigste auf einen Blick

Aufbau

  • 5 Praxismodule im Einzeltraining, je 2 Stunden – kein Gruppenkurs
  • praxisnahe Vorbereitung auf den echten Schulalltag

Vorab und Abschluss

  • Kostenloser Eignungstest vor Beginn – auch wenn du danach nicht buchst
  • Abschlussprüfung mit Zertifikat
  • Bestanden wird ab 80 Prozent, und zwar in jedem Teilbereich einzeln

Theorie und Kosten

  • Digitaler Lernbereich mit Recht, Aufsichtspflicht, Hygiene, Pädagogik, Ängste und Allergien
  • 749 € einmalig oder 5 Raten à 160 €

Die Frage, die vor allen anderen kommt: Darf ich das überhaupt?

Bevor der erste Hund die Klasse betritt, müssen mehrere Stellen zustimmen. Schulrecht ist Ländersache, und die Anforderungen unterscheiden sich – in der Praxis brauchst du fast immer:

  • die Zustimmung der Schulleitung
  • ein schriftliches Schulhundkonzept
  • ein Hygienekonzept in Abstimmung mit der Schule
  • Information und Einverständnis der Eltern
  • eine geklärte Versicherungs- und Haftungslage
  • eine Regelung zu Allergien und Ängsten in der Klasse

Genau das ist der Teil, an dem die meisten Projekte scheitern – nicht am Hund, sondern am Papier. Deshalb ist es bei uns Ausbildungsinhalt und kein Anhang: Du bekommst Musterkonzept, Elterninformation, Hygieneplan und die fachlichen Argumente, die du im Gespräch mit der Schulleitung brauchst. Die Entscheidung trifft am Ende immer deine Schule. Wir sorgen dafür, dass du gut vorbereitet in dieses Gespräch gehst.

Für wen diese Ausbildung gedacht ist

  • Lehrkräfte aller Schulformen
  • pädagogische Fachkräfte und Erzieher:innen
  • Schulbegleitungen und Integrationskräfte
  • Betreuungspersonal in Ganztagsangeboten
  • Fachkräfte an Förderschulen und in der Schulsozialarbeit

Voraussetzung ist, dass du selbst im schulischen Umfeld tätig bist. Der Hund erweitert deine pädagogische Arbeit – er ersetzt sie nicht.

Du willst eher in soziale Einrichtungen statt in die Schule? Dann ist die Besuchshundeausbildung der passendere und günstigere Weg. Für therapeutische Settings mit Behandlungsziel gibt es die Therapiehundeausbildung.

Voraussetzungen

Was dein Hund mitbringen sollte

  • Freiwilliges Interesse an Menschen, besonders an Kindern
  • Gute Erregungsregulation: kann sich nach Aufregung wieder herunterfahren
  • Sozialverträglich gegenüber Menschen und Hunden
  • Keine Angst- oder Aggressionsproblematik
  • Gesundheitlich unauffällig, insbesondere schmerzfrei
  • Aktueller Impf- und Entwurmungsstatus

Ein Hund, der Kinder aushält, ist nicht geeignet. Geeignet ist ein Hund, der Kinder mag und dabei entspannt bleibt.

Zum Alter

Je früher, desto besser. Für den Ausbildungsbeginn gibt es kein Mindestalter. Junge Hunde gewöhnen sich viel leichter an Kinderstimmen, Stühlerücken, Ranzen, Pausenklingel und hektische Bewegungen als erwachsene.

Beim Prüfungszeitpunkt sieht es anders aus: Formal sind 12 Monate die untere Grenze, empfehlen würden wir eher 18 Monate. Auch das ist keine feste Zahl, sondern eine Frage der Reife – ein Berner Sennenhund ist mit 18 Monaten meistens noch nicht so weit, ein mittelgroßer Hund oft deutlich früher.

Der Eignungstest ist bei uns kostenlos – auch dann, wenn danach keine Buchung zustande kommt. Fällt er negativ aus, sagen wir dir das klar und begründet und besprechen Alternativen mit dir. Ohne Rechnung, ohne Überredungsversuch.

Praxis

Die 5 Praxismodule

Jedes Modul umfasst zwei Stunden begleitetes Einzeltraining vor Ort. Ist keine Schule verfügbar, arbeiten wir mit vorbereiteten Räumen, Schulmaterialien und realistischen Szenarien.

  • Modul 1 – Basistraining

    2 Std.

    Signale, ruhiges Liegen auf der Decke, Impulskontrolle, Orientierung am Menschen.

  • Modul 2 – Alltagstransfer

    2 Std.

    Fremde Umgebungen, Türsituationen, Stimmengewirr, Arbeiten unter Ablenkung.

  • Modul 3 – Einsatzsimulation

    2 Std.

    Enge Räume mit Publikumsverkehr, ungewohnte Bewegungen, verlässlicher Rückzug auf Signal.

  • Modul 4 – Pädagogischer Einsatz

    2 Std.

    Kindersituationen: schnelle Bewegungen, schrille Rufe, Begrüßung durch mehrere Kinder, Rituale, Vorlesesituation, Selbstregulation bei Reizüberflutung.

  • Modul 5 – Prüfungsmodul

    2 Std.

    Praktischer Teil, theoretischer Teil und Fachgespräch – der einzige Prüfungszeitpunkt.

Lernbereich

Was im digitalen Lernbereich steckt

Speziell für den Schulhund – 5 Module

Kindersicherheit und Regeln
Regeln im Klassenraum, Annäherung, Rituale, Rückzugsorte

Schulalltag und Stressmanagement
Reizlage Schule, Einsatzdauer, Abbruchkriterien, Regeneration

Aufsicht und Verantwortung
Aufsichtspflicht, Haftung, Zusammenarbeit im Kollegium, Elternkommunikation

Pädagogik
Didaktik, Ziele, sinnvolle Einbindung in den Unterricht

Ängste und Allergien
der Umgang mit dem Kind, das Angst hat, und mit dem, das nicht darf

In jedem Paket enthalten: das Fachwissen über den Hund

Diese fünf Module beantworten das Warum hinter allen Einsatzregeln. Sie sind die Grundlage für eigene Entscheidungen in Situationen, für die es keine Checkliste gibt.

Ethologie und Sozialverhalten
Verhalten verstehen statt deuten: Domestikation, Entwicklung, Ausdrucksverhalten, Distanzregulation, Hund-Hund-Kommunikation

Lernverhalten und Trainingsgrundlagen
Konditionierung, Verstärker, Timing, Signalaufbau, Generalisierung und die einsatzrelevanten Kernfertigkeiten

Anatomie, Physiologie und Sinnesleistungen
Körperbau, Sinne, Vitalparameter, Thermoregulation und Altersveränderungen, mit direktem Bezug zu Böden, Räumen und Einsatzdauer

Herkunft, Aufzucht, Haltung und Alltag
Sozialisierungsphase, Haltungsrecht, Schlafbedarf, Fütterung und die Belastungsbilanz über Woche und Jahr

Eignung, Auswahl und Einsatzkriterien
Kernmerkmale, Ausschlusskriterien, Setting-Passung, laufende Überprüfung, Karriereende und Nachfolge

Grundlagen für jeden sozialen Hundeeinsatz – 5 Module

  • Einsatzformen: Was der Hund konkret tut – zwölf Einsatzformen von der reinen Anwesenheit über Kontaktliegen, Bürsten und Signalarbeit bis zum gemeinsamen Gehen, jeweils mit Aufbau, Dosierung und Abbruchkriterien
  • Rechtliche Grundlagen und Haftung
  • Hygiene im Einsatz
  • Wirkung, Stress und Einsatzgestaltung
  • Erste Hilfe am Hund

Übergreifende Themen – 7 Module

Ethik und professionelle Haltung · Kommunikation und Gesprächsführung · Teambindung und Reflexion · Rückzug, Ruhe und Regeneration · Plan B und Improvisation · Kosten, Ressourcen und Abrechnung · Sinnvolle Tricks im sozialen Einsatz

Musterdokumente zum direkten Verwenden

Einwilligungserklärungen · Einsatzprotokolle · Kooperationsvereinbarung · Hygienekonzept · Gesundheitspass

Was wir dir nicht verschweigen

Die Schule ist für einen Hund kein leichter Arbeitsplatz

Lautstärke, schnelle Bewegungen, viele Menschen gleichzeitig, wenig Rückzugsmöglichkeit – die Fachliteratur zum Wohlbefinden von Einsatzhunden zeigt, dass gerade Gruppen mit jüngeren Kindern zu den belastenderen Settings gehören.

Das ist kein Grund, es zu lassen. Es ist ein Grund, es richtig zu machen: begrenzte Einsatzzeiten, ein Rückzugsort, den kein Kind betreten darf, klare Abbruchkriterien und eine ehrliche Belastungsbilanz über die Woche.

Genau dafür gibt es bei uns ein eigenes Modul – und deshalb steht dieser Absatz hier auf der Angebotsseite und nicht im Kleingedruckten.

Warum ausschließlich Einzeltraining

Jede Schule ist anders. Eine Grundschulklasse mit 26 Kindern stellt völlig andere Anforderungen als eine Förderschulgruppe mit sechs. Ein standardisierter Wochenendkurs bildet das nicht ab – er produziert Zertifikate, aber keine Einsatzkompetenz.

  • Du trainierst von Anfang an nur mit deinem Trainer und deinem Hund
  • Das Tempo richtet sich nach eurem Stand, nicht nach einem Kursplan
  • Die Inhalte werden auf deine Schule und deine Klasse zugeschnitten
  • Einsätze werden nachbesprochen und ausgewertet
  • Fehler bearbeiten wir im geschützten Rahmen, nicht vor einer Gruppe

Und der Preis? Einzeltraining gilt gemeinhin als das teure Format. Bei uns ist es das nicht, weil wir mit einem festen Team angestellter Trainerinnen und Trainer arbeiten – dadurch können wir Einzelbetreuung zu Konditionen anbieten, für die du anderswo einen Gruppenkurs bekommst.

Ablauf

  1. Unverbindliche Anfrage und Vorgespräch
  2. Eignungstest – verbindlich für die Teilnahme, kostenlos für dich
  3. Individuelle Ausbildungsplanung
  4. Die 5 Module im Einzeltraining, parallel dazu die Theorie
  5. Begleitete Einsätze und Supervision
  6. Abschlussprüfung – Praxis, Theorie, Fachgespräch
  7. Zertifikat und schriftliche Dokumentation

Ort: Saarland, an unseren Standorten sowie bei schulischen Kooperationspartnern. Bestanden wird ab 80 Prozent, und zwar in jedem Teilbereich einzeln.

Kosten und Leistungen

Einmalzahlung 749 € oder 5 Monatsraten à 160 € (gesamt 800 €). Inklusive:

  • 5 Ausbildungsmodule im Einzeltraining
  • begleitete Einsätze und Supervision
  • Abschlussprüfung und Zertifikat
  • schriftliche Dokumentation
  • voller Zugang zum digitalen Lernbereich

Zusatzstunden bei Bedarf: 60 € pro Stunde. Der Eignungstest ist kostenlos und steht vor allem anderen. Erst wenn er positiv ausfällt und du dich entscheidest, entstehen Kosten.

Was unser Zertifikat ist – und was es nicht ist

Was es ist: ein Zertifikat der Hundeschule unterHUNDs auf Basis einer dokumentierten Ausbildung mit definiertem Curriculum, Eignungstest und Abschlussprüfung. Es weist gegenüber Schulleitung, Schulträger, Eltern und Versicherung nach, was du absolviert hast – und es ist in vielen Fällen genau das Papier, das für die Genehmigung verlangt wird.

Was es nicht ist: eine staatliche Anerkennung. Die gibt es für Schulhunde in Deutschland nicht – der Begriff ist rechtlich nicht geschützt, einen bundesweit verbindlichen Standard gibt es nicht. Wer dir eine „staatlich anerkannte Schulhundeausbildung“ verkauft, verkauft dir eine Formulierung.

Was daraus folgt: Ob dein Hund in deine Schule darf, entscheidet deine Schule. Wir sorgen dafür, dass du mit einem tragfähigen Konzept und guten Argumenten in dieses Gespräch gehst.

Warum unterHUNDs

Was es bei uns nicht gibt:

  • keine Gruppenkurse
  • keine Wochenend-Zertifikate
  • keine Versprechen zu Wirkungen, die wir nicht belegen können

Was es dafür gibt:

  • ausschließlich 1:1-Begleitung
  • kostenloser Eignungstest – ohne Kaufzwang
  • Recht, Aufsichtspflicht und Elternkommunikation als eigene Module
  • fertige Musterdokumente für Konzept, Hygiene und Elterninformation
  • Tierschutz als eigenes Thema, nicht als Fußnote

Wir bilden nicht für die Prüfung aus, sondern für die Jahre danach. Bestehen wirst du – daran arbeiten wir gemeinsam. Woran wir uns aber wirklich messen lassen: ob dein Hund den Schulalltag in zwei Jahren noch gesund und gern mitmacht.

Anmeldung und Beratung

Der Einstieg ist immer derselbe: Vorgespräch, kostenloser Eignungstest, ehrliche Einschätzung. Du gehst kein Risiko ein – wenn dein Hund für den Schulalltag nicht geeignet ist, erfährst du das, bevor du einen Cent ausgibst.

Kostenlosen Eignungstest anfragen

06861 9086823 · 0171 6135132
Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr

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