Aufbau
- 3 Praxismodule im Einzeltraining, je 2 Stunden – kein Gruppenkurs
- Praxisübungen in echten Einrichtungen
Soziale Hunde · Saarland
Der Einstieg in die Arbeit mit sozialen Hunden – im Einzeltraining.
Besuchshunde bringen Abwechslung, Nähe und einen Moment Normalität in einen Alltag, in dem davon wenig übrig ist. Im Pflegeheim, im Hospiz, in Wohneinrichtungen, in Kitas.
Dafür braucht es keinen therapeutischen Beruf. Aber es braucht einen Hund, der die Situation sicher trägt – und einen Menschen, der weiß, wann Schluss ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
Der Unterschied liegt nicht im Hund. Die Anforderungen an Wesen, Nervenstärke und Belastbarkeit sind bei beiden gleich hoch. Der Unterschied liegt in deiner Rolle.
Besuchshund heißt: Begegnung ohne Behandlung. Du kommst, der Hund ist da, Menschen freuen sich. Es gibt kein Therapieziel und keine Behandlungsdokumentation. Für Pflegeheime, Hospize, Wohneinrichtungen und viele soziale Angebote ist genau das gefragt.
Therapiehund heißt: Der Hund wird in einen Behandlungsprozess eingebunden – mit Ziel, Verlaufsdokumentation und einer fachlich verantwortlichen Person. Das setzt in der Regel einen entsprechenden Beruf voraus oder den Einsatz gemeinsam mit einer Therapeutin.
Ganz praktisch: Wenn du in eine Einrichtung gehen und Menschen Freude machen willst, ist der Besuchshund der richtige Weg – und du sparst dir mehr als 700 €. Erst wenn du selbst therapeutisch oder pädagogisch arbeitest, lohnt der Schritt weiter. Zur Therapiehundeausbildung · Zur Schulhundeausbildung
Die Grundqualifikation, die du hier machst, ist übrigens in beiden anderen Ausbildungen enthalten. Du verlierst also nichts, wenn du klein anfängst.
Zielgruppe
Voraussetzungen für deinen Hund
Ein Hund, der Kontakt aushält, ist nicht geeignet. Geeignet ist ein Hund, der Kontakt sucht und dabei entspannt bleibt.
Für den Ausbildungsbeginn gibt es kein Mindestalter. Junge Hunde gewöhnen sich deutlich leichter an Rollatoren, Rollstühle, glatte Böden, Piepgeräusche und ungewohnte Bewegungen als erwachsene.
Beim Prüfungszeitpunkt sieht es anders aus: Formal sind 12 Monate die untere Grenze, empfehlen würden wir eher 18 Monate. Auch das ist keine feste Zahl, sondern eine Frage der Reife – ein Berner Sennenhund ist mit 18 Monaten meistens noch nicht so weit, ein mittelgroßer Hund oft deutlich früher.
Der Eignungstest ist bei uns kostenlos – auch dann, wenn danach keine Buchung zustande kommt. Fällt er negativ aus, sagen wir dir das klar und begründet und besprechen Alternativen mit dir. Ohne Rechnung, ohne Überredungsversuch.
Jedes Team startet an einem anderen Punkt. Der eine Hund braucht drei Wochen für die Ruhe auf der Decke, der nächste zwei Termine. In einer Gruppe richtet sich das Tempo nach dem Durchschnitt – bei uns nach euch.
Und der Preis? Einzelbetreuung ist bei uns kein Aufpreis, sondern der Standard. Möglich ist das, weil wir mit einem festen Team angestellter Trainerinnen und Trainer arbeiten – die Termine verteilen sich, und du bekommst trotzdem deinen eigenen.
Praxis
Jedes Modul umfasst zwei Stunden begleitetes Einzeltraining vor Ort. Wo möglich trainieren wir direkt in Einrichtungen, sonst mit vorbereiteten Räumen, Requisiten und realistischen Szenarien.
Modul 1 – Basistraining
2 Std.
Sitz, Platz und Rückruf mit Markersignal. Ruhiges Liegen auf der Decke, auch wenn im Hintergrund gesprochen wird. Begrüßung ohne Anspringen. Impulskontrolle. Leinenführigkeit mit Orientierung am Menschen.
Modul 2 – Alltagstransfer
2 Std.
Rollatoren, Krücken, Rollstühle und fremde Hunde ignorieren. Ruhe an Türen und beim Betreten von Gebäuden. Gelassenheit bei Einkaufswagen, Stimmengewirr und typischen Alltagsgeräuschen. Training an belebten Orten.
Modul 3 – Einsatzsimulation und Prüfung
2 Std.
Reaktion auf ungewöhnliche Bewegungen, ruhiges Warten in Gesprächen, enge Räume mit Publikumsverkehr, verlässlicher Rückzug auf Signal. Am Ende steht die Abschlussprüfung der Grundqualifikation.
Lernbereich
Diese fünf Module beantworten das Warum hinter allen Einsatzregeln. Sie sind die Grundlage für eigene Entscheidungen in Situationen, für die es keine Checkliste gibt.
Ethologie und Sozialverhalten
Verhalten verstehen statt deuten: Domestikation, Entwicklung, Ausdrucksverhalten, Distanzregulation, Hund-Hund-Kommunikation
Lernverhalten und Trainingsgrundlagen
Konditionierung, Verstärker, Timing, Signalaufbau, Generalisierung und die einsatzrelevanten Kernfertigkeiten
Anatomie, Physiologie und Sinnesleistungen
Körperbau, Sinne, Vitalparameter, Thermoregulation und Altersveränderungen, mit direktem Bezug zu Böden, Räumen und Einsatzdauer
Herkunft, Aufzucht, Haltung und Alltag
Sozialisierungsphase, Haltungsrecht, Schlafbedarf, Fütterung und die Belastungsbilanz über Woche und Jahr
Eignung, Auswahl und Einsatzkriterien
Kernmerkmale, Ausschlusskriterien, Setting-Passung, laufende Überprüfung, Karriereende und Nachfolge
Ethik und professionelle Haltung · Kommunikation und Gesprächsführung · Teambindung und Reflexion · Rückzug, Ruhe und Regeneration · Plan B und Improvisation · Kosten, Ressourcen und Abrechnung · Sinnvolle Tricks im sozialen Einsatz
Einwilligungserklärungen · Einsatzprotokolle · Kooperationsvereinbarung · Hygienekonzept · Gesundheitspass
Was wir dir nicht verschweigen
Fremde Gerüche, wechselnde Menschen, ungeschickte Berührungen, warme Räume, wenig Rückzugsmöglichkeit.
Deshalb gehört zur Ausbildung auch, wie du Einsätze begrenzt, Pausen einplanst, frühe Stresssignale erkennst und ehrlich Bilanz ziehst – über die Woche und über die Jahre.
Ein Hund, der die Arbeit nicht mehr gern macht, hört damit auf. Das ist bei uns keine Niederlage, sondern Teil des Konzepts.
Ablauf
Ort: Saarland, an unseren Standorten sowie bei sozialen Partnereinrichtungen. Bestanden wird ab 80 Prozent.
Einmalzahlung 330 € oder 3 Monatsraten à 115 € (gesamt 345 €). Inklusive:
Zusatzstunden bei Bedarf: 60 € pro Stunde. Der Eignungstest ist kostenlos und steht vor allem anderen. Erst wenn er positiv ausfällt und du dich entscheidest, entstehen Kosten.
Was es ist: ein Zertifikat der Hundeschule unterHUNDs auf Basis einer dokumentierten Ausbildung mit definiertem Curriculum, Eignungstest und Abschlussprüfung. Viele Einrichtungen verlangen genau so einen Nachweis, bevor sie ein Team hereinlassen.
Was es nicht ist: eine staatliche Anerkennung. Eine solche existiert in Deutschland für Besuchs- und Therapiehunde nicht – die Begriffe sind rechtlich nicht geschützt, einen bundesweit verbindlichen Standard gibt es nicht, unabhängig davon, wer etwas anderes behauptet.
Was daraus folgt: Ob dein Team in eine Einrichtung darf, entscheidet die Einrichtung – über Hausrecht, Hygieneplan und Absprache. Wir bereiten dich darauf vor, dieses Gespräch sicher zu führen.
Was es bei uns nicht gibt:
Was es dafür gibt:
Wir bilden nicht für die Prüfung aus, sondern für die Jahre danach. Bestehen wirst du – daran arbeiten wir gemeinsam. Woran wir uns aber wirklich messen lassen: ob dein Hund die Besuche in zwei Jahren noch gesund und gern mitmacht.
Der Einstieg ist immer derselbe: Vorgespräch, kostenloser Eignungstest, ehrliche Einschätzung. Du gehst kein Risiko ein – wenn dein Hund nicht geeignet ist, erfährst du das, bevor du einen Cent ausgibst.
Kostenlosen Eignungstest anfragen
06861 9086823 ·
0171 6135132
Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr
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