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unterHUNDs – Hundeschule und Verhaltenstherapie im Saarland Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Soziale Hunde · Saarland

Besuchshund-Ausbildung im Saarland

Der Einstieg in die Arbeit mit sozialen Hunden – im Einzeltraining.

Besuchshunde bringen Abwechslung, Nähe und einen Moment Normalität in einen Alltag, in dem davon wenig übrig ist. Im Pflegeheim, im Hospiz, in Wohneinrichtungen, in Kitas.

Dafür braucht es keinen therapeutischen Beruf. Aber es braucht einen Hund, der die Situation sicher trägt – und einen Menschen, der weiß, wann Schluss ist.

Besuchshund im Einsatz in einer sozialen Einrichtung – Besuchshund-Ausbildung unterHUNDs Saarland

Das Wichtigste auf einen Blick

Aufbau

  • 3 Praxismodule im Einzeltraining, je 2 Stunden – kein Gruppenkurs
  • Praxisübungen in echten Einrichtungen

Vorab und Abschluss

  • Kostenloser Eignungstest vor Beginn – auch wenn du danach nicht buchst
  • Abschlussprüfung mit Zertifikat
  • Bestanden wird ab 80 Prozent

Theorie und Kosten

  • Zugang zum digitalen Lernbereich mit Recht, Hygiene, Stress und Erster Hilfe
  • 330 € einmalig oder 3 Raten à 115 €

Besuchshund oder Therapiehund – was passt zu dir?

Der Unterschied liegt nicht im Hund. Die Anforderungen an Wesen, Nervenstärke und Belastbarkeit sind bei beiden gleich hoch. Der Unterschied liegt in deiner Rolle.

Besuchshund heißt: Begegnung ohne Behandlung. Du kommst, der Hund ist da, Menschen freuen sich. Es gibt kein Therapieziel und keine Behandlungsdokumentation. Für Pflegeheime, Hospize, Wohneinrichtungen und viele soziale Angebote ist genau das gefragt.

Therapiehund heißt: Der Hund wird in einen Behandlungsprozess eingebunden – mit Ziel, Verlaufsdokumentation und einer fachlich verantwortlichen Person. Das setzt in der Regel einen entsprechenden Beruf voraus oder den Einsatz gemeinsam mit einer Therapeutin.

Ganz praktisch: Wenn du in eine Einrichtung gehen und Menschen Freude machen willst, ist der Besuchshund der richtige Weg – und du sparst dir mehr als 700 €. Erst wenn du selbst therapeutisch oder pädagogisch arbeitest, lohnt der Schritt weiter. Zur Therapiehundeausbildung · Zur Schulhundeausbildung

Die Grundqualifikation, die du hier machst, ist übrigens in beiden anderen Ausbildungen enthalten. Du verlierst also nichts, wenn du klein anfängst.

Zielgruppe

Für wen diese Ausbildung gedacht ist

  • Privatpersonen, die ehrenamtlich Besuchsdienste übernehmen möchten
  • Pflege- und Betreuungskräfte, die ihren Hund mitnehmen wollen
  • Alltagsbegleiter:innen und Mitarbeitende in Senioreneinrichtungen
  • Erzieher:innen und pädagogische Fachkräfte
  • Ehrenamtliche in Hospizdiensten, Vereinen und Nachbarschaftshilfen
  • alle, die erst einmal sehen wollen, ob diese Arbeit zu ihnen passt

Voraussetzungen für deinen Hund

  • Freiwilliges Interesse an fremden Menschen – nicht bloßes Dulden
  • Gute Erregungsregulation: kann sich nach Aufregung wieder herunterfahren
  • Sozialverträglich gegenüber Menschen und Hunden
  • Keine Angst- oder Aggressionsproblematik
  • Gesundheitlich unauffällig, insbesondere schmerzfrei
  • Aktueller Impf- und Entwurmungsstatus

Ein Hund, der Kontakt aushält, ist nicht geeignet. Geeignet ist ein Hund, der Kontakt sucht und dabei entspannt bleibt.

Zum Alter: je früher, desto besser

Für den Ausbildungsbeginn gibt es kein Mindestalter. Junge Hunde gewöhnen sich deutlich leichter an Rollatoren, Rollstühle, glatte Böden, Piepgeräusche und ungewohnte Bewegungen als erwachsene.

Beim Prüfungszeitpunkt sieht es anders aus: Formal sind 12 Monate die untere Grenze, empfehlen würden wir eher 18 Monate. Auch das ist keine feste Zahl, sondern eine Frage der Reife – ein Berner Sennenhund ist mit 18 Monaten meistens noch nicht so weit, ein mittelgroßer Hund oft deutlich früher.

Der Eignungstest ist bei uns kostenlos – auch dann, wenn danach keine Buchung zustande kommt. Fällt er negativ aus, sagen wir dir das klar und begründet und besprechen Alternativen mit dir. Ohne Rechnung, ohne Überredungsversuch.

Warum ausschließlich Einzeltraining

Jedes Team startet an einem anderen Punkt. Der eine Hund braucht drei Wochen für die Ruhe auf der Decke, der nächste zwei Termine. In einer Gruppe richtet sich das Tempo nach dem Durchschnitt – bei uns nach euch.

  • Du trainierst von Anfang an nur mit deinem Trainer und deinem Hund
  • Die Inhalte werden auf dein geplantes Einsatzfeld zugeschnitten
  • Einsätze werden nachbesprochen und ausgewertet
  • Fehler bearbeiten wir im geschützten Rahmen, nicht vor einer Gruppe

Und der Preis? Einzelbetreuung ist bei uns kein Aufpreis, sondern der Standard. Möglich ist das, weil wir mit einem festen Team angestellter Trainerinnen und Trainer arbeiten – die Termine verteilen sich, und du bekommst trotzdem deinen eigenen.

Praxis

Die 3 Praxismodule

Jedes Modul umfasst zwei Stunden begleitetes Einzeltraining vor Ort. Wo möglich trainieren wir direkt in Einrichtungen, sonst mit vorbereiteten Räumen, Requisiten und realistischen Szenarien.

  • Modul 1 – Basistraining

    2 Std.

    Sitz, Platz und Rückruf mit Markersignal. Ruhiges Liegen auf der Decke, auch wenn im Hintergrund gesprochen wird. Begrüßung ohne Anspringen. Impulskontrolle. Leinenführigkeit mit Orientierung am Menschen.

  • Modul 2 – Alltagstransfer

    2 Std.

    Rollatoren, Krücken, Rollstühle und fremde Hunde ignorieren. Ruhe an Türen und beim Betreten von Gebäuden. Gelassenheit bei Einkaufswagen, Stimmengewirr und typischen Alltagsgeräuschen. Training an belebten Orten.

  • Modul 3 – Einsatzsimulation und Prüfung

    2 Std.

    Reaktion auf ungewöhnliche Bewegungen, ruhiges Warten in Gesprächen, enge Räume mit Publikumsverkehr, verlässlicher Rückzug auf Signal. Am Ende steht die Abschlussprüfung der Grundqualifikation.

Lernbereich

Was im digitalen Lernbereich steckt

Für die Grundqualifikation – 5 Module plus Übungsmodul

  • Einsatzformen: Was der Hund konkret tut – zwölf Einsatzformen von der reinen Anwesenheit über Kontaktliegen, Bürsten und Signalarbeit bis zum gemeinsamen Gehen, jeweils mit Aufbau, Dosierung und Abbruchkriterien
  • Rechtliche Grundlagen – Haftung, Tierschutz, Verantwortung im sozialen Einsatz
  • Hygiene im Einsatz – Sauberkeit, Prävention, Ausschlusskriterien
  • Wirkung, Stress und Einsatzgestaltung – wie Hunde wirken, wo ihre Grenzen liegen, wie du Einsätze planst
  • Erste Hilfe am Hund – Notfälle erkennen, Sofortmaßnahmen, eigene Grenzen
  • Übungsmodul mit Prüfungsfragen zur Vorbereitung

In jedem Paket enthalten: das Fachwissen über den Hund

Diese fünf Module beantworten das Warum hinter allen Einsatzregeln. Sie sind die Grundlage für eigene Entscheidungen in Situationen, für die es keine Checkliste gibt.

Ethologie und Sozialverhalten
Verhalten verstehen statt deuten: Domestikation, Entwicklung, Ausdrucksverhalten, Distanzregulation, Hund-Hund-Kommunikation

Lernverhalten und Trainingsgrundlagen
Konditionierung, Verstärker, Timing, Signalaufbau, Generalisierung und die einsatzrelevanten Kernfertigkeiten

Anatomie, Physiologie und Sinnesleistungen
Körperbau, Sinne, Vitalparameter, Thermoregulation und Altersveränderungen, mit direktem Bezug zu Böden, Räumen und Einsatzdauer

Herkunft, Aufzucht, Haltung und Alltag
Sozialisierungsphase, Haltungsrecht, Schlafbedarf, Fütterung und die Belastungsbilanz über Woche und Jahr

Eignung, Auswahl und Einsatzkriterien
Kernmerkmale, Ausschlusskriterien, Setting-Passung, laufende Überprüfung, Karriereende und Nachfolge

Grundlagen für jeden sozialen Hundeeinsatz – 5 Module

  • Einsatzformen: Was der Hund konkret tut – zwölf Einsatzformen von der reinen Anwesenheit über Kontaktliegen, Bürsten und Signalarbeit bis zum gemeinsamen Gehen, jeweils mit Aufbau, Dosierung und Abbruchkriterien
  • Rechtliche Grundlagen und Haftung
  • Hygiene im Einsatz
  • Wirkung, Stress und Einsatzgestaltung
  • Erste Hilfe am Hund

Übergreifende Themen – 7 Module

Ethik und professionelle Haltung · Kommunikation und Gesprächsführung · Teambindung und Reflexion · Rückzug, Ruhe und Regeneration · Plan B und Improvisation · Kosten, Ressourcen und Abrechnung · Sinnvolle Tricks im sozialen Einsatz

Musterdokumente zum direkten Verwenden

Einwilligungserklärungen · Einsatzprotokolle · Kooperationsvereinbarung · Hygienekonzept · Gesundheitspass

Was wir dir nicht verschweigen

Ein Besuchseinsatz sieht ruhig aus. Für den Hund ist er es oft nicht.

Fremde Gerüche, wechselnde Menschen, ungeschickte Berührungen, warme Räume, wenig Rückzugsmöglichkeit.

Deshalb gehört zur Ausbildung auch, wie du Einsätze begrenzt, Pausen einplanst, frühe Stresssignale erkennst und ehrlich Bilanz ziehst – über die Woche und über die Jahre.

Ein Hund, der die Arbeit nicht mehr gern macht, hört damit auf. Das ist bei uns keine Niederlage, sondern Teil des Konzepts.

Ablauf

  1. Unverbindliche Anfrage und Vorgespräch
  2. Eignungstest – verbindlich für die Teilnahme, kostenlos für dich
  3. Individuelle Ausbildungsplanung
  4. Die 3 Module im Einzeltraining, parallel dazu die Theorie
  5. Praxisübungen und begleitete Besuche
  6. Abschlussprüfung – Praxis und Theorie
  7. Zertifikat und schriftliche Dokumentation

Ort: Saarland, an unseren Standorten sowie bei sozialen Partnereinrichtungen. Bestanden wird ab 80 Prozent.

Kosten und Leistungen

Einmalzahlung 330 € oder 3 Monatsraten à 115 € (gesamt 345 €). Inklusive:

  • 3 Ausbildungsmodule im Einzeltraining
  • Praxisübungen und begleitete Besuche
  • Abschlussprüfung und Zertifikat
  • persönliche Begleitung
  • Zugang zum digitalen Lernbereich mit Prüfungsvorbereitung

Zusatzstunden bei Bedarf: 60 € pro Stunde. Der Eignungstest ist kostenlos und steht vor allem anderen. Erst wenn er positiv ausfällt und du dich entscheidest, entstehen Kosten.

Was unser Zertifikat ist – und was es nicht ist

Was es ist: ein Zertifikat der Hundeschule unterHUNDs auf Basis einer dokumentierten Ausbildung mit definiertem Curriculum, Eignungstest und Abschlussprüfung. Viele Einrichtungen verlangen genau so einen Nachweis, bevor sie ein Team hereinlassen.

Was es nicht ist: eine staatliche Anerkennung. Eine solche existiert in Deutschland für Besuchs- und Therapiehunde nicht – die Begriffe sind rechtlich nicht geschützt, einen bundesweit verbindlichen Standard gibt es nicht, unabhängig davon, wer etwas anderes behauptet.

Was daraus folgt: Ob dein Team in eine Einrichtung darf, entscheidet die Einrichtung – über Hausrecht, Hygieneplan und Absprache. Wir bereiten dich darauf vor, dieses Gespräch sicher zu führen.

Warum unterHUNDs

Was es bei uns nicht gibt:

  • keine Gruppenkurse
  • keine Wochenend-Zertifikate
  • keine Wirkungsversprechen, die wir nicht belegen können

Was es dafür gibt:

  • ausschließlich 1:1-Begleitung
  • kostenloser Eignungstest – ohne Kaufzwang
  • Praxis in echten Einrichtungen statt nur auf dem Trainingsplatz
  • anrechenbar, wenn du später zum Schul- oder Therapiehund weitergehst
  • Tierschutz als eigenes Thema, nicht als Fußnote

Wir bilden nicht für die Prüfung aus, sondern für die Jahre danach. Bestehen wirst du – daran arbeiten wir gemeinsam. Woran wir uns aber wirklich messen lassen: ob dein Hund die Besuche in zwei Jahren noch gesund und gern mitmacht.

Anmeldung und Beratung

Der Einstieg ist immer derselbe: Vorgespräch, kostenloser Eignungstest, ehrliche Einschätzung. Du gehst kein Risiko ein – wenn dein Hund nicht geeignet ist, erfährst du das, bevor du einen Cent ausgibst.

Kostenlosen Eignungstest anfragen

06861 9086823 · 0171 6135132
Montag bis Freitag, 10:00 bis 14:00 Uhr

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