Trainerausbildung bei unterHUNDs
Diese Seite zeigt keinen Prospekt, sondern den tatsächlichen Inhalt: welche Themen hinterlegt sind, wie tief sie gehen, womit du übst und wie die Prüfungsvorbereitung aufgebaut ist. Alle Zahlen unten sind aus dem Lernbereich ausgezählt, nicht geschätzt.
Der Lernbereich ist kein Ordner mit PDFs. Lernen, Üben, Prüfen und der Berufseinstieg hängen in einem System zusammen - du siehst jederzeit, wo du stehst.
Mit deinem persönlichen Login öffnet sich der komplette Bereich. Die Startseite führt dich in die Module, du musst dir nichts selbst zusammensuchen.
Die Bibliothek ist nach Themen und parallel nach Prüfungsthemen sortiert. Du kannst also nach Interesse lernen oder gezielt einen Block durcharbeiten.
Im Lernmodul beantwortest du 575 Fragen frei und bekommst zu jeder eine Auswertung. Der Single-Choice-Trainer stellt dieselben Themen in wechselnden Formulierungen und zeigt deinen Fortschritt pro Block.
In den Fallanalysen arbeitest du an echten Konstellationen: beobachten, einordnen, Trainingsplan schreiben, begründen.
Abschlussprüfung im Haus, danach die Vorbereitung auf den Sachkundenachweis nach § 11 TierSchG. Dazu die Prüfung zum Verhaltenstherapeuten Hund, wenn du auch diesen Bereich abschließen willst.
Ein eigener Bereich behandelt die Zeit nach der Ausbildung: Selbstständigkeit, Preisgestaltung, Versicherung, erste Kunden - und die Möglichkeit, bei uns einzusteigen. Wir stellen fast ausschließlich eigene Absolventinnen und Absolventen ein.
Das sind die Themenfelder, die du durcharbeitest. Unter jedem stehen beispielhaft Artikel aus der Bibliothek – damit du siehst, dass hinter jedem Schwerpunkt ausgearbeitetes Material liegt und nicht nur eine Überschrift.
Verhaltensbiologie, Welpenentwicklung, Genetik und Umwelt.
Körpersprache lesen, Signale richtig deuten, Stress erkennen.
Klassisches und operantes Konditionieren, Markertraining, Belohnungssysteme.
Neurobiologie, Stressreaktionen, Traumafolgen und ihre Relevanz im Training.
Aggression, Angst, Impulskontrolle, Trennungsstress, Zwangsverhalten.
Gesundheitliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten erkennen, Erste Hilfe.
Gesetzliche Pflichten, tierschutzkonformes Arbeiten, Grenzen des Trainings.
Aufbau von Kursen, Kundenkommunikation, individuelles Coaching.
Hundeschule gründen, Preisgestaltung, Versicherung, Buchhaltung.
Die Ausbildung ist inhaltlich an den Anforderungen der Sachkundeprüfung nach § 11 TierSchG ausgerichtet. Jeder Themenbereich, der dort geprüft wird, ist im Lernbereich hinterlegt – im Prüfungsmodul kannst du gezielt nach diesen Bereichen lernen und deinen Fortschritt verfolgen.
Fünf Bereiche, 105 Artikel. Klapp einen Bereich auf, um die vollständige Artikelliste zu sehen - mit Umfang und Quellenzahl je Artikel. Das ist die komplette Übersicht, nichts ist ausgelassen. Die 35 Praxisseiten sind dabei nicht alphabetisch abgelegt, sondern in der Reihenfolge, in der man einen Fall tatsächlich bearbeitet.
Die Seitenangaben beziehen sich auf Normseiten zu 1.500 Zeichen. Wie lange ein Artikel dauert, hängt davon ab, wie du arbeitest – einmal durchlesen geht schnell, durcharbeiten mit Quellen und Notizen dauert ein Mehrfaches. Die Bearbeitungszeit im Curriculum rechnet mit der zweiten Arbeitsweise.
Statt einer Beschreibung: fünf unveränderte Auszüge aus vier Artikeln. Die farbigen Kästen sind kein Layout-Schmuck - sie unterscheiden im ganzen Lernbereich Regel, Praxishinweis und Warnung voneinander.
Wenn das Signal in neun von zehn Fällen bedeutet, dass Leine, Autofahrt und Ende des Freilaufs folgen, dann ist es genau das: ein zuverlässiger Vorhersager für das Ende. Der Hund verhält sich dann vollkommen sachgerecht. Der Trainingsfehler liegt nicht beim Hund, und die Korrektur ist billig: mehrfach anleinen und wieder ableinen, ohne dass etwas passiert.
aus: Rückruf systematisch aufbauen„Der Pfiff ist Ihre Reserve. Sie geben ihn nur, wenn Sie sicher sind, dass er funktioniert – und Sie bezahlen ihn jedes Mal, als hätte Ihr Hund gerade etwas Großes geleistet. Wenn Sie ihn im Alltag verbrauchen, ist er im Ernstfall wertlos.“
aus: Rückruf systematisch aufbauen„Wann tritt es nicht auf, obwohl der Auslöser da ist?“ – Die Ausnahmen grenzen die Bedingungen schärfer ein als jede Beschreibung der Vorfälle.
aus: AggressionsdiagnostikEr ist ein Sicherungsmittel, keine Therapie. Er verhindert einen Biss, er verändert weder die Motivation noch die Emotion dahinter. Ein Hund im Maulkorb kann weiterhin stoßen, drängen und in Panik geraten – und er kann in Situationen gebracht werden, die er ohne Maulkorb nicht aushalten würde. Genau diese Fehlnutzung gehört im Kundengespräch klar benannt.
aus: Maulkorb- und KooperationstrainingBeobachten. Dokumentieren. Formulieren, was aufgefallen ist. An die Tierarztpraxis überweisen. Das Training so anpassen, dass es während der Abklärung nicht schadet.
aus: Schmerz als Differenzialdiagnose
Auffällig ist der letzte Auszug: Er markiert die Grenze des Berufs. Wo eine tierärztliche Abklärung nötig ist, endet die Zuständigkeit von Trainerinnen und Trainern – diese Grenze zieht sich als Prinzip durch das gesamte Material.
Neben der Bibliothek stehen dir diese Module zur Verfügung. Drei davon zeigen wir im Bild, weil sie den Alltag in der Ausbildung am stärksten prägen.
575 Freitextfragen über alle Prüfungsthemen
Du schreibst deine Antwort frei, so wie du sie in der Prüfung formulieren würdest. Danach bekommst du eine ausführliche Auswertung. 376 Fragen decken den schriftlichen Teil ab, 199 das Fachgespräch.
575 Themen in je drei Formulierungen – 1.725 Fragen
Dasselbe Thema kommt in unterschiedlichem Wortlaut, damit du den Inhalt lernst und nicht den Satz. Drei Lernstufen bestimmen, wie oft du ein Thema treffen musst: einmal genügt (zügig), zwei verschiedene Formulierungen sind empfohlen (gründlich), drei sind intensiv. Die Ratewahrscheinlichkeit fällt dabei von 25 auf 6,25 Prozent. Die vier Antworten unterscheiden sich oft nur in einem Detail – wer den Inhalt nicht verstanden hat, kann ihn nicht erraten. Falsch beantwortete Themen kommen zurück, der Fortschritt wird laufend angezeigt.
100 Fälle aus zehn Themenfeldern
Du beschreibst deinen Trainingsansatz frei und bekommst ihn auseinandergenommen: was trägt, was fehlt, was du konkret anders machen würdest. Bewertet wird nach fachlicher Fundierung, Tierschutzkonformität, Umsetzbarkeit und medizinischer Einordnung – jeweils mit Punkten. Das ist die Brücke zwischen dem Gelesenen und dem ersten eigenen Kunden.
Schriftlich, Fachgespräch, Zertifikat
Fragen aus den Ausbildungsinhalten, detailliertes Feedback nach der Prüfung. Das Zugangspasswort bekommst du vorher vom Trainerteam.
414 Freitextfragen über 16 Fachkategorien
Ein eigenes Lernmodul mit eigener Prüfung, das in deinem Zugang enthalten ist: Verhaltenstherapie, Diagnostik, Fallanalysen, Trainingsplanung und Haltercoaching – mit Fragen in den Stufen leicht, mittel und schwer.
Zur Nachkontrolle
Löse die Fragen zuerst selbst, dann vergleiche. Die Musterlösungen vertiefen den Sachkundestoff nach § 11 TierSchG.
Fachliche Vertiefung
Gehören zum Modul Verhaltenstherapeut Hund, nicht zum § 11-Stoff.
„Gut vorbereitet in die Hundetrainer-Zukunft“
Dein digitales Begleitbuch durch alle wesentlichen Themen der Ausbildung, direkt im Lernbereich lesbar. Exklusiv für Teilnehmende.
Nach der Ausbildung
Einen bestehenden Standort übernehmen oder mit uns wachsen: Minijob mit eigenem Standort, sofern frei – selbstständig, aber nicht allein, mit Marketing, Materialien und Kundenbetreuung von uns.
Das Modul Verhaltenstherapeut Hund ist in deinem Zugang enthalten, aber es ist nicht Voraussetzung für die § 11-Prüfung. Es dient der fachlichen Vertiefung, der Fallkompetenz und der sicheren Berufsausübung und ist in der Regel nicht Bestandteil der formalen Sachkundeprüfung nach § 11 TierSchG. Vorgaben einzelner Veterinärämter können davon abweichen.
Zusammengerechnet sind das 989 Freitextfragen und 1.725 Übungsfragen zusätzlich zu den 105 Artikeln der Bibliothek. Für die Theorie rechnen wir mit 520 bis 595 Stunden Bearbeitungszeit – also lesen, verstehen, Aufgaben lösen, nachschlagen und wiederholen, nicht nur einmal durchlesen. Dazu kommt die Praxis mit mindestens 100 Stunden, empfohlen sind über 200. Zusammen also mindestens 620 Stunden. Wie lange du persönlich brauchst, hängt von deiner Vorerfahrung ab und davon, wie tief du in einzelne Themen einsteigst.
Die Freitextfragen werden nicht mit einer Musterlösung verglichen und abgehakt. Jede Antwort bekommt eine eigene Auswertung nach vier Kriterien.
| Kriterium | Worum es geht | Punkte |
|---|---|---|
| Fachliche Richtigkeit | Stimmt inhaltlich, was du geschrieben hast? | 0–40 |
| Vollständigkeit | Hast du beantwortet, was gefragt war? | 0–30 |
| Verständlichkeit | Ist die Antwort klar und geordnet? | 0–20 |
| Praxistauglichkeit | Lässt sich damit im Training arbeiten? | 0–10 |
Zurück bekommst du deine Stärken, konkrete Lücken, wenn es welche gibt, Verbesserungsvorschläge und ein kurzes Fazit – dazu die Punkte einzeln aufgeschlüsselt, damit du siehst, woran es lag.
Die Musterlösung ist ein richtiger Lösungsweg, keine Checkliste. Fachlich korrekte Inhalte, die nicht in der Musterlösung stehen, zählen genauso viel. Es gibt keinen Abzug dafür, dass du andere richtige Beispiele gewählt hast.
Rechtschreibung, Grammatik und Stil fließen nicht in die Bewertung ein. Eine kurze, präzise Antwort ist gut und nicht schlecht. Stichpunkte sind zulässig. Fachbegriffe wie Habituation, Gegenkonditionierung oder Extinktion sind erwünscht und werden nie als Fehler gewertet – solange sie sachlich richtig verwendet werden.
Fragen, Musterlösungen und Bewertungskriterien stammen von der Ausbildungsleitung – die fachliche Verantwortung liegt dort. Die Auswertung selbst läuft technisch gestützt, damit du zu jeder deiner 989 Antworten eine Rückmeldung bekommst und nicht nur zu den paar, die im Unterricht besprochen werden. Deine Abschlussprüfung bewertet keine Technik, sondern eine unabhängige Prüferin mit Erlaubnis nach § 11 TierSchG.
Im Hundetraining kursieren viele Behauptungen, die niemand geprüft hat. Wir halten es anders.
Am Ende jedes Artikels steht ein Abschnitt „Was hier bewusst unbelegt bleibt“. Dort steht zum Beispiel, dass feste Zeitfenster wie „0,5 Sekunden“ sich aus der Literatur nicht ableiten lassen, dass die verbreitete 8-von-10-Regel eine praktische Konvention und keine empirische Schwelle ist, und dass für den Vergleich von Shaping, Luring und Capturing kontrollierte Studien an Hunden fehlen.
Ein DOI ist die dauerhafte Kennung einer wissenschaftlichen Arbeit. Du kannst jede Angabe selbst nachschlagen und prüfen – und du lernst dabei, genau das zu tun. Am Ende jedes Artikels steht außerdem ein Abschnitt, der offenlegt, welche Aussagen Erfahrungswerte sind und keine belegte Evidenz. Das ist unbequem und aus unserer Sicht der einzige ehrliche Weg.
Alles, was bis hierhin stand, ist die eine Hälfte. Die andere lässt sich nicht online erledigen: Ein Hund, der an der Leine hochgeht, sieht anders aus als seine Beschreibung – und die Halterin daneben, die gerade nicht mehr weiterweiß, steht in keinem Artikel. Deshalb läuft der Praxisteil parallel zur Theorie und nicht danach.
Das Handwerk, mit dem du später den größten Teil deiner Kurse bestreitest.
Die Fälle, die dich wirklich fordern – unter Anleitung, bevor du allein damit dastehst.
Einen Plan schreiben kann man lernen. Ihn zu ändern, wenn er nicht aufgeht, lernt man nur in der Situation.
Du trainierst am Ende zwei: den Hund und den Menschen. Der schwierigere Teil ist meistens nicht der Hund.
Lesen im Moment, nicht auf dem Standbild – und die eigene Körpersprache bewusst einsetzen.
Nach jeder Einheit Reflexion und Feedback: Was hast du gesehen, was hast du entschieden, und warum?
Die Praxis lässt sich in Kompaktblöcken bündeln, damit sich eine Anreise lohnt. Wer weiter weg wohnt, kommt seltener und dafür länger – wer in der Nähe ist, trainiert wöchentlich. Beides führt zum selben Ziel.
Man kann Lerntheorie auswendig können und trotzdem im falschen Moment die Leine straffen. Fachwissen entscheidet, was zu tun ist – die Praxis entscheidet, ob du es im richtigen Augenblick tust. Deshalb gehört beides zusammen.
Trainiert wird tierschutzgerecht und belohnungsbasiert, an echten Kundenteams statt an Übungshunden – und damit an einer Bandbreite von Situationen und Hunden, die sich nicht herstellen lässt. Der Praxisteil ist in der kombinierten Ausbildung und in der Weiterbildung für Vereinstrainer enthalten.
Es gibt vier Wege zu uns. Drei davon enthalten den Zugang zum Lernbereich, den du auf dieser Seite gesehen hast. Alle laufen über zwölf Monate – mit Verlängerung, falls das Leben dazwischenkommt.
| Ausbildung | Für wen | Ort | Lernbereich |
|---|---|---|---|
| Theorie + Praxis | Der vollständige Weg, ohne Vorkenntnisse | Theorie online, Praxis Landkreis Merzig-Wadern | enthalten |
| Theorie-Ausbildung | Wenn du die Praxis anderweitig abdeckst | online, flexibel | enthalten |
| Weiterbildung für Vereinstrainer | Wenn du im Verein schon arbeitest | Theorie online, Praxis Landkreis Merzig-Wadern | enthalten |
| Praxisausbildung | Wenn du die Theorie bereits mitbringst | Landkreis Merzig-Wadern | nicht enthalten |
Laufzeiten, Preise und Zahlungsmodelle findest du
auf den Seiten der einzelnen Ausbildungswege – dort stehen sie immer aktuell:
Theorie + Praxis ·
Theorie ·
Vereinstrainer ·
Praxis
Ein Einstieg ist jederzeit möglich, es gibt keine festen Kursstarts. Übersicht aller Ausbildungswege · Curriculum mit Stundenumfang · Prüfungsordnung
Die tatsächlich geleisteten Praxisstunden werden dokumentiert und im
Zertifikat einzeln ausgewiesen.
Zur Einordnung: Die interne Abschlussprüfung ist ein Nachweis deiner
Kenntnisse zur Vorlage beim Veterinäramt. Die behördliche Erlaubnis nach § 11
TierSchG erteilt dein zuständiges Amt – die Anerkennung liegt in dessen Ermessen.
Erkundige dich deshalb früh nach den Vorgaben in deinem Landkreis.
unterHUNDs ist eine Hundeschule mit sieben Standorten im Saarland und einem Team aus
13 Trainerinnen und Trainern. Die Ausbildungsleitung liegt bei Michael Sauerwein,
Hundetrainer und Verhaltenstherapeut mit Erlaubnis nach § 11 TierSchG
(Landesamt für Verbraucherschutz Saarland).
Am besten in einem kurzen Gespräch – dann klären wir, welcher Weg zu dem passt, was du vorhast. Telefonisch von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr.
06861 / 9086823 WhatsApp Kontaktformular